Unter dem Motto “Here be Dragons” fand zum Jahreswechsel der alljährliche Chaos Computer Congress statt. Das schöne ist das fast das komplette Vortragprogramm online gestellt wurde. Auf der entsprechenden Event Seite lassen sich die einzelnen Vorträge runter laden .
Wenn Ihr jetzt meint, das ist mir zu technisch/nerdig/etc… dann liegt Ihr da nur Teilweise richtig. Es sind auch einige politische/kulturelle/lustige Vorträge dabei. Zwei davon möchte ich euch besonders ans Herz legen und somit ermutigen mehr von der höchst interessanten Materie zu genießen.
Die Ereignisse des 12.9. und ihre Folgen
Im Rahmen der Demonstration gegen Überwachungswahn, Vorratsdatenspeicherung und die Einschränkung bürgerlicher Freiheitsrechte am 12. September 2009 kam es in den frühen Abendstunden zu gewalttätigen Ausschreitungen von Polizisten gegen Demonstrationsteilnehmer. Den proaktiv gewalttättig agierenden Beamten war dabei offenbar nicht bewußt, daß sie sich den falschen Ort ausgesucht hatten: In unmittelbarer Nähe des CCC-Wagens entstand dabei eine beeindruckend gute Videodokumentation durch mehrere Teilnehmer und ihre mitgebrachten Gerätschaften. Das Video landete noch am Abend im Netz und kurzfristig auch in den konventionellen Medien.
Der CCC hat den Opfern der polizeilichen Gewaltmaßnahmen anwaltliche Unterstützung und die Begleitung des juristischen Verfahrens gegen die Polizisten mit einer Aufbereitung des Dokumentationsmaterials zukommen lassen. Die teilweise in beachtlicher Art und Weise vom dokumentierten Geschehen abweichenden Aussagen der Beamten konnten so Stück für Stück widerlegt werden.
UNBILD – Pictures and Non-Pictures
Mit seinen Projekten arbeitet Christoph Faulhaber an einer Fortschreibung von Konzeptkunst, Performance und Sozialer Skulptur. In “Ich wie es wirklich war” berichtet Faulhaber über die Folgen des Projektes Mister Security. „Der Ausgangspunkt für Mister Security ist die Frage, ob es verboten ist, die amerikanische Botschaft zu fotografieren.“ Verkleidet als Angestellter einer Sicherheitsfirma observierte Faulhaber mit seinem Künstlerkollegen Lukasz Chobrok verschiedene Botschaften und gab auf Nachfrage an, den öffentlichen Raum zu überwachen, um die Sicherheit zu erhöhen. Tatsächlich führte die erhöhte Sicherheit zu großen Verunsicherungen. Sie wurde gar als Bedrohung wahrgenommen, wie die Ausweisung des Künstlers aus den USA, mit der das Projekt einen vorläufigen Höhepunkt erlebte, zeigt.
Solltet Ihr Probleme beim Abspielen der Videos haben benutzt den VLC Player . Die Videos sind recht groß, aber auch von hervorragender Qualität. Wer nicht so viel runter laden möchte/kann hat die Möglichkeit die iPod/Phone Version zu nehmen die ist deutlich kleiner. Entsprechende Links auf der Event Seite.



